15.06.2018

Workshop: Anja Groten


22. Mai-24.Mai 2018

Das Graphic User Interface (GUI) ist des Designers täglicher Begleiter. Tätig als freundlicher und bescheidener Vermittler zwischen Computer und Mensch, agiert das GUI manchmal als Schlichter, manchmal als Beschleuniger binärer Rechenprozesse, die im Hintergrund meistens unbemerkt ablaufen. GUI’s können hierbei als devices of control verstanden werden, die es uns Benutzern möglich machen, Software, Hardware, Webware und Applications zu kontrollieren. Im dreitägigen Workshop von Anja Groten ergründeten, hinterfragten und konzeptualisierten die Studierenden den Begriff der Kontrolle im Kontext von HCI (Human Computer Interaction): Ist es uns Gestalter*innen tatsächlich möglich, die Tools, die unsere Arbeit ermöglichen, zu kontrollieren? Inwieweit beeinflussen diese digitalen Schalter, Werkzeugbedienfelder, Scrollbars, Sliders und Menüleisten unsere Selbständigkeit und Vorstellungskraft? Können wir durch eine Entschleunigung der Rechenprozesse oder durch das vorläufiges Schließen einer Funktion (ctrl + c) genauer analysieren, was hinter dem Interface passiert? Dazu wurden Methoden und Praxen wie critical making, open design, disobedient electronics, hacking, enacting, simulating, und circuit bending eingesetzt, um zu Prototypen neuer kritischer Interfaces zu gelangen, die den vermeintlich zweckmäßigen und bequemen GUI’s auf den Zahn fühlen, sich ihnen widersetzen, sich über sie lustig machen oder sie entblößen. 

 

anjagroten.com

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Kommunikationsdesign
an der HfG Karlsruhe